Ein kleiner Abriss aus der Geschichte unseres Vereins

Ein Kassenbuch aus dem Jahr 1929 belegt Einnahmen und Ausgaben der Ortsgruppe Malchin des Vereins für Deutsche Schäferhunde (SV) e.V.

Hieraus sind auch Namen wir Frau Grewe, sowie die Herren Hagemann, Walter und Drewitz ersichtlich. Auf folgenden Seiten werden auch die Namen der Herren Möller, Goldner, Dr. Schomann (ehem. Direktor der Zuckerfabrik) und der Polizist Volkensdorf erwähnt.

Während des Zweiten Weltkrieges mussten alle verfügbaren und nutzbaren Dienst- und Gebrauchshunde der Wehrmacht kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Ab 1943 wurden auch die Mitglieder der Ortsgruppe Malchin von dieser Maßnahme betroffen. Sie mussten ihre Schäferhunde zu einer Sammelstelle in Parchim bringen.

Von dort wurden die Vierbeiner an verschiedene Einsatzgebiete an die Front gebracht. Somit erklärt sich, dass die Eintragungen ein Jahr später im September mit einer Überweisung von 24 Reichsmark an den Hauptverein enden.

Anschub zu neuen hundesportlichen Veranstaltungen mit Schäferhunden leisteten nach 1949 die Herren Carl Möller, Willi Westphal, Arno Niebuhr sowie andere Hundesportler. Am 22.12.1954 gründete sich die Sparte für Deutsche Schäferhunde im Verband für Siedler und Kleintierzüchter des Kreises Malchin. Im Vorstand waren Lydia und Hans Meimerstorf, Carl Möller, Willi Westphal sowie Arno Niebuhr als Vorsitzender. Nur ein Jahr später, im November 1955, vollzog sich der Wechsel in Sektion "Dienst- und Gebrauchshunde" der Gesellschaft für Sport und Technik. (GST). Hunderassen wie Deutscher Schäferhund, Dobermann, Rottweiler, Boxer, Deutsche Doggen und Airedale-Terrier fielen da runter.

Während der 60er Jahre wurde dank steigender Mitgliederzahlen aktiv Zucht, Ausbildung und Hundesport betrieben, was zahlreiche Besuche auf verschiedenen Veranstaltungen belegen. 1964 kam es aufgrund unterschiedlicher Interessen zu einer Spaltung zwischen Züchtern von Rottweilern und Schäferhunden. Trotzdem entwickelten die Aktivitäten, welches sich positiv auf die Mitgliederzahlen auswirkte. Das damalige Übungsgelände befand sich in der Nähe der Berufsschule. Versammlungen fanden in der Bahnhofsgaststätte statt. Zu den aktiven Hundesportlern zählten Willi Westphal, Carl Möller, Ulli Riekert und Jürgen Hamke.

Die nächste Dekade wurde mehr und mehr von der Politik des Verbandes geprägt. Leistungs- und Schauveranstaltungen standen nicht selten unter den Mottos und Fahnen der Parteiführung der SED, welches auch eine hohe Fluktuation zur Folge hatte. Doch bald stellte sich "Routine" ein und es fing an mehr Spaß zu machen. Zum Fährten traf man sich sonntags um 8.00 Uhr im Hainholz am Jägerhof. Auf einem Platz gegenüber wurde Unterordnung und Schutzdienst trainiert.

Aktive in dieser Zeit waren Heinrich Drecoll, Fr. Reich, Richter des SV Klaus-Dieter Fischer, Horst Korzak, Artur Zemke, Uwe Riwaldt, Rainer Jung, Jens Lange, Ernst Feder, Rainer Schmidt, Karl-Heinz Witt, Heinz Moll sowie viele weitere Hundesportler, welche hier nicht extra aufgeführt werden. Die steigenden Aktivitäten wirkten sich positiv auf den Hundesport aus. So wurden in den 80er Jahren viele Termine im Schau- und Leistungsbereich besucht und teilweise mit hohen Anerkennungen abgeschlossen. Pokalkämpfe prägten den Gemeinschaftssinn. Elke Haas, Lyssi Haselau, Arno Sturzbecher, Dietmar Hettich, Dietmar Milewski, Günther Rumpel, Heiner Riwaldt, Hagen Spring u. a. sind als Aktive zu nennen.

Die Zeit der Wende 1989/1990 wirkte sich auch auf den Hundesport aus. Es musste umgedacht, und sich den bundesdeutschen Strukturen und Gesetzgebungen angepasst werden. Zu den neuen Aufgaben des Vorstandes zählten: Änderungen der Satzung, des Mietvertrages, der Beiträge sowie die Neugründung.

Im Jahr 1996 wurde der Umzug auf den heutigen Trainingsplatz eingeleitet. Sponsoren und Geldgeber wie Lothar Weber, Elfi und Jörg Klockow, Artur und Tom Zemke, Horst Korzak, Doris Kobitz, Steffen Schelenz, Hans-Eckard Frenzel und Fred Pagels müssen hier genannt werden.

Jugendliche Leistungsträger waren Jörn Drews, Constanze Stoll, Anja Wagner, sowie Robert und Stefanie Lange. Bis 1999 haben hier unter der Leitung von Sportfreund Horst Korzak viele Mitglieder den Grundstein für einen markanten Trainingsplatz gelegt.

Seit 1999 wurden die geschaffenen Werte erhalten und kontinuierlich ausgebaut. In über 3500 freiwillig geleisteten Arbeitsstunden entstand ein Areal, welches im Norden seinesgleichen sucht. Durch Vermarktung und Sponsoren wurde ein finanzielles Potential geschaffen. Viele Leistungskür- und Schauveranstaltungen auf Orts- und Landesgruppenebene wurden durchgeführt. Jährlich beteiligt sich der Verein am Malchiner Altstadtfest und dem bekannten Bikertreffen.

Über Presseinformationen wird der Kontakt zur Stadt Malchin gehalten.

Mit unterschiedlichen Aktivitäten, wie Schulungen, Lehrgängen, Vorträgen, Jugendarbeit und kulturellen Treffs wird das Vereinsleben stetig gefestigt und ausgebaut.

Der Verein bedankt sich bei den Firmeninhabern und Sponsoren Jürgen Hamke, G. Brinkmann, Klaus Wapner, Rainer Jung, Günther Ahlgrimm, Armin Tang, Mario Schlender sowie den Firmen TES und dem Stadtbauhof Malchin.

Ein besonderer Dank geht an nachfolgend, stellvertretend genannte Mitglieder, welche für den Erhalt und die Weiterführung des Vereinsgeländes und des Vereinsheimes stehen: Marita und Friedhelm Fenske, Jörg Gonsior, Helma Meissner, Mario Bohnenstedt, Jürgen Markhoff, Peter Weißgerber, Bernd Schlund, Udo Schütze, Manfred Langmeier, Ingolf Güde, Klaus Bielefeld, Anke Lange, Susi Lange, Erwin Buhlmann, Jochen Grund, Carsten Wilke und Jens Peters.

Wenn auch Sie noch Bilder oder Dokumente aus vergangenen Tagen bei sich in der Schublade liegen haben, würden wir uns freuen, wenn Sie uns diese zusenden würden. Wir bedanken uns jetzt schon für Ihre Unterstützung.